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„China goes digital“ – mit extremen Auswirkungen für Deutschland!

Die deutsche Industrie wird derzeit aus vielen Richtungen bedroht: Der „Brexit“ steht vor der Tür, die Eskapaden der amerikanischen Regierung in Sachen „Zoll“ werden nachhaltige Auswirkungen haben. Auch die Planungen, die im aktuellen Koalitionsvertrag der deutschen Regierung stehen – oder auch fehlen wie z.B. eine Digitalstrategie –  können zu einer erheblichen Belastung werden.

Die größte Gefahr für die deutsche Wirtschaft droht aber aus einer ganz anderen Ecke. Die Volksrepublik China hat mit dem Programm „China Manufacturing 2025“ (CM2025) oder auch Made-in-China 2025“ ein Programm ins Leben gerufen, das bei uns oft und fälschlicherweise mit dem Thema „Digitalisierung 4.0“ verwechselt wird.  

Das CM2025–Thema hat einen anderen Hintergrund. Es geht schlicht und einfach darum, in vielen Bereichen Weltmarktführer zu werden und entsprechende Wettbewerber in den globalen Märkten zu verdrängen. Dazu werden Summen in Milliardenhöhe von Staat und Staatsbanken in die Digitalisierung der Infrastruktur, der Betriebe (als Subvention) und der Ausbildung gesteckt, um das Land weg von der „Werkbank der großen Industrienationen“ zu dem Innovationsland und bis 2049 zur mächtigsten Industrienation der Welt zu entwickeln.

Für dieses Vorhaben stehen aktuell Geldmengen zur Verfügung, welche bei unseren Politikern nur ungläubiges Staunen verursachen. So ist der zeitgleich mit der Verabschiedung von „Made in China 2025“ gegründete „Investitionsfonds für intelligente Fertigung“ mit umgerechnet 2,6 Milliarden Euro ausgestattet, der „Investitionsfonds für die Halbleiterindustrie“ mit mehr als 19 Milliarden Euro, der „Investitionsfond für neu entstehende Industrien“ mit 5,4 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Ungefähr 200 Millionen Euro hat die Bundesregierung bislang in Fördermittel für Industrie 4.0 investiert.

Betrachtet man diese Unterstützung als Schritt auf dem Weg der chinesischen Industrie ins „Internet der Dinge“, dann sind zusätzlich fast alle derzeitigen Infrastrukturmaßnahmen in China, vor allem das Großprojekt Internet+, als zusätzliche Fördermaßnahmen zu betrachten.

Dazu kommt die Internetaffinität der chinesischen Bevölkerung als großer Vorteil im Vergleich zur eher vorherrschenden Angst vor Neuerungen hierzulande. In China werden neue Entwicklungen von der Bevölkerung durchaus sehr positiv aufgenommen, von der Politik gestützt und umgesetzt – und dies mit einer sehr großen Nachhaltigkeit.

Es ist zu befürchten, dass diese gesamte Thematik in der deutschen und europäischen Wirtschaft vehement unterschätzt wird. Die chinesischen Unternehmen holen bei Forschung und Entwicklung, Qualität, Produktivität, aber auch Marketing und Vertrieb in einem derartigen Tempo  auf, dass wir mit unserer oft behäbigen Umsetzung von Neuerungen schnell nicht mehr zur Weltspitze gehören werden, sondern demnächst anderen Ländern hinterherlaufen müssen.

Gelassenheit ist vor allem deshalb nicht angebracht, weil China besonders in Industrien in die Offensive geht, die zum Rückgrat der deutschen Wirtschaft zählen. Im Fokus der „Made in China 2025“-Strategie stehen zehn Industrien, unter anderem die Luft- und Raumfahrt, Hochgeschwindigkeitszüge, Elektromobilität und der Ausbau der Stromnetze. Hier will China seine Produktionsanlagen modernisieren und ausländische Technologieimporte durch eigene Innovationen ersetzen.

Immer wieder hört man den Ruf, die Politik soll die deutsche Industrie besser vor der wachsenden Konkurrenz schützen. Dieser Ansatz ist in den meisten Fällen falsch. Hier gilt es, die eigenen Stärken auszuspielen und Schwachpunkte in Stärken zu verwandeln. Falsch verstandener Protektionismus hilft bei der globalisierten Wirtschaft nur sehr bedingt.

Der beste Schutz für jedes Unternehmen ist, sich nicht weiter fast ausschließlich auf die Produktion zu konzentrieren, sondern das „Internet der Dinge und Dienste“ anzusteuern, und dies immer mit dem Fokus auf die globalen Märkte. Dazu muss oft das Umsetzungstempo rapide erhöht werden und mit einer klaren Personalstrategie und einer passenden Unternehmenskultur („Can-Do-Kultur“) unterlegt werden.

In einer Fachzeitschrift stand kürzlich, dass erst 28% der Unternehmen glauben, im Digitalbereich genügend getan zu haben. Hier ist dringend in allen Bereichen Handlungsbedarf!

Wenn alle Parameter schnell und optimal umgestellt werden, könnten Produkte, Prozesse, Technologien und Dienste aus deutschen Landen auch in Zukunft mit einem riesigen Markt in Fernost und dem Rest der Welt rechnen.

Achim Rink
Partner für Supply-Chain-Management und strategischen Einkauf
Fon: +49 6441 20999-0
E-Mail: rink.a@advacon.eu



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