Über viele Jahre schien die Entwicklung eindeutig: Anwendungen wandern in die Cloud, klassische Serverräume verschwinden. In der Praxis zeigt sich heute jedoch ein differenzierteres Bild. Gerade dort, wo hohe Anforderungen an Verfügbarkeit, Datenschutz oder Informationssicherheit bestehen, entstehen zunehmend hybride Infrastrukturen.
Ein Baustein davon ist Colocation. Der Begriff beschreibt ein einfaches Prinzip: Das Unternehmen besitzt und betreibt seine eigene Hardware. Untergebracht wird diese jedoch in einem professionellen Rechenzentrum. Der Betreiber stellt Stromversorgung, Kühlung, Zutrittskontrolle, Brandschutz, Netzwerkanbindung und den physischen Betrieb sicher. Die Verantwortung für Anwendungen und Daten verbleibt beim Unternehmen.
Damit verbindet Colocation zwei Welten: maximale Kontrolle und professionelle Infrastruktur.
Colocation kann beispielsweise sinnvoll sein, wenn
- sensible Daten verarbeitet werden,
- regulatorische Anforderungen bestehen,
- geringe Latenzen erforderlich sind,
- bestehende Hardware weiter genutzt werden soll,
- Cloud-Angebote allein nicht ausreichen.
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